Akne

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen und betrifft Millionen von Menschen weltweit, insbesondere in der Jugend. Sie äussert sich in Form von Pickeln, Pusteln und Mitessern und kann das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen. 

Während viele Jugendliche hoffen, dass sich die Akne mit dem Übergang ins Erwachsenenalter von selbst auflöst, ist dies leider nicht immer der Fall. In vielen Fällen erfordert Akne eine gezielte Behandlung, um ihre Auswirkungen zu mildern und langfristige Hautschäden zu verhindern.

Kleiner Pickel Rücken

Definition

Akne vulgaris, auch bekannt als gewöhnliche Akne, ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die durch das Auftreten von Pickeln, Pusteln und Mitessern (Komedonen) gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung betrifft hauptsächlich die talgdrüsenreiche Haut im Gesicht und am Nacken, tritt aber oft auch an Brust, Hals und Rücken auf. Typischerweise bricht die Akne während der Pubertät aus, bedingt durch hormonelle Veränderungen. 

Ursachen und Risikofaktoren

Während der Pubertät steigt die Produktion von Androgenen, wie Testosteron, an, was die Talgdrüsen dazu anregt, mehr Talg zu produzieren. Dies kann das Wachstum von Propionibacterium acnes begünstigen, was wiederum zu Entzündungen und der Bildung von Akne führen kann.

Eine übermäßige Talgproduktion kann die Poren verstopfen, was zu einer Ansammlung von Talg und abgestorbenen Hautzellen führt. Dies schafft ein ideales Umfeld für das Wachstum von Bakterien wie Propionibacterium acnes und trägt zur Bildung von Mitessern bei.

Propionibacterium acnes, eine Bakterienart, die natürlicherweise auf der Haut vorkommt, kann sich in den verstopften Haarfollikeln vermehren. Diese Ansammlung an Bakterien lösen Entzündungsreaktionen im Körper aus, was zu Pusteln und anderen entzündlichen Läsionen führt.

Ein familiäres Auftreten von Akne kann das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung erhöhen. Bestimmte genetische Faktoren können die Talgproduktion, die Hautentzündung und die Anfälligkeit für bakterielle Infektionen beeinflussen.

Luftverschmutzung, bestimmte Kosmetika und Hautpflegeprodukte sowie eine übermäßige UV-Strahlenexposition können die Hautirritationen verstärken und die Talgproduktion erhöhen, was das Risiko für die Entwicklung von Akne erhöht oder vorhandene Symptome verschlimmert.

Akne & Ernährung

Obwohl der Zusammenhang zwischen Ernährung und Akne nicht eindeutig ist, gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index das Risiko für die Entwicklung von Akne erhöhen können. Der Mechanismus hinter diesem Zusammenhang ist nicht vollständig erforscht, könnte jedoch mit hormonellen Veränderungen und Entzündungsprozessen in Zusammenhang stehen.

Hier kannst du mehr zur optimalen Ernährung zur Vermeidung von Akne lesen.

Symptomatik

Diese treten auf, wenn die Haarfollikel verstopft sind, entweder durch überschüssigen Talg oder abgestorbene Hautzellen. Offene Komedonen werden als schwarze Mitesser sichtbar, während geschlossene Komedonen weisse Mitesser sind, die unter der Haut liegen.

Diese Erkrankung bezieht sich speziell auf die Form von Akne, die durch das Vorhandensein von den vorherig beschriebenen Komedonen gekennzeichnet ist. Sie kann als milde bis mäßig schwer ausgeprägte Form von Akne betrachtet werden.

Diese entzündeten Läsionen sind bis zu 0.5 Zentimeter grosse, rote Beulen auf der Haut, die nicht mit Eiter gefüllt sind. Sie können leicht erhöht und schmerzhaft sein.

Diese entzündeten Läsionen sind mit Eiter gefüllt und erscheinen als rote Beulen mit einem weissen oder gelben Zentrum. Sie sind oft schmerzhaft und können Juckreiz verursachen.

Diese tieferen, grösseren und schmerzhaften Läsionen befinden sich tief in der Haut und können zu einer signifikanten Entzündung führen. Der Heilungsprozess dauert lange und sie hinterlassen oft Narben.

Dies ist die schwerste Form von Akne, bei der tiefe, mit Eiter gefüllte Hohlräume unter der Haut entstehen. Diese können sehr schmerzhaft sein und führen häufig zu Narbenbildung.

Periorale Dermatitis ist eine Hauterkrankung, die durch rote, entzündete Hautläsionen um den Mund herum gekennzeichnet ist. Typischerweise tritt sie in Form kleiner, roter Papeln oder Pusteln auf und kann von Juckreiz oder Brennen begleitet sein. Diese Erkrankung betrifft oft Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren, obwohl Männer auch betroffen sein können.

Diese seltene und schwerwiegende Form von Akne ist durch stark entzündete Läsionen und abgekapselte Eiteransammlungen (Abszesse) gekennzeichnet, die tief in der Haut miteinander verbunden sind. Sie tritt oft bei Männern vor dem 30. Lebensjahr auf und kann zu schweren Narben führen.

Nase mit Mitessern

Behandlung

Die Therapie deiner Akne hängt vor allem von der Form und dem Schweregrad der Akne, der Art der Läsionen und individueller Faktoren wie dem Hauttyp und den bisher durchgeführten Behandlungen ab. 

Hier findest du eine Übersicht zu einigen gängigen Behandlungsmethoden bei Akne:

Dazu gehören Cremes, Gele oder Lotionen, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Zu den gängigen Inhaltsstoffen gehören Benzoylperoxid, Salicylsäure, Retinoide und Antibiotika. Diese helfen, überschüssiges Öl zu reduzieren, die Poren zu reinigen, Entzündungen zu reduzieren und das Wachstum von Akne verursachenden Bakterien zu hemmen.

Bei mittelschwerer bis schwerer entzündlicher Akne können Antibiotika wie Doxycyclin, Minocyclin oder Erythromycin verschrieben werden, um bakterielle Infektionen zu bekämpfen und Entzündungen zu reduzieren. Sie werden normalerweise für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt, um die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern.

Frauen mit hormonell bedingter Akne können von der Einnahme von oralen Kontrazeptiva profitieren, die die Hormonproduktion regulieren und somit die Talgproduktion reduzieren können. Antiandrogene Medikamente wie Spironolacton können auch bei der Behandlung von Akne helfen, indem sie die Wirkung von Androgenen blockieren.

Für schwerwiegende Akne, die auf andere Behandlungen nicht anspricht, kann Isotretinoin verschrieben werden. Dieses Medikament ist ein starkes Retinoid, das die Talgproduktion drastisch reduziert und das Wachstum von Akne verursachenden Bakterien hemmt. Es hat jedoch potenziell Nebenwirkungen und erfordert eine ärztliche Betreuung.

Diese Behandlungen zielen darauf ab, die Talgproduktion zu reduzieren, Entzündungen zu verringern und die Hauterneuerung zu fördern. Sie können auch bei der Reduzierung von Narbenbildung helfen. Zu den gängigen Methoden gehören Lasertherapie, Photodynamische Therapie und Blaulichttherapie.

Pickelmale am Mund

Verlauf und Prognose

Akne hat in der Regel einen chronischen Verlauf. Typischerweise beginnt sie während der Pubertät und verschlimmert sich in Schüben, bevor sie sich im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter allmählich von allein verbessert.

Dennoch bleiben bei 10 bis 40 Prozent der Betroffenen die Symptome auch über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen. Teilweise tritt die Erkrankung erst in diesem Alter in Erscheinung. Insbesondere Frauen sind von dieser Form der Spät-Akne betroffen.

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